KI in Klausi
Stand: 24. August 2026 · Fassung 1.0
Diese Seite ist unsere Maßnahme zur KI-Kompetenz nach Art. 4 der KI-Verordnung (AI Act).
Was Klausi mit KI macht
Klausi setzt an genau drei Stellen ein Sprachmodell ein. Alle drei erzeugen Text- und Strukturvorschläge, keine Bewertungsentscheidung:
- Bewertungsbogen erstellen. Aus der Aufgabenstellung bzw. dem Erwartungshorizont, den Sie hochladen oder eintippen, schlägt Klausi Aufgaben, Bewertungskriterien und eine Punkteverteilung vor. Das Ergebnis ist ein Entwurf, den Sie vollständig ändern, ergänzen oder verwerfen können.
- Bewertungsbogen im Chat ändern. Sie beschreiben eine Änderung in normaler Sprache („mach Aufgabe 2 auf 15 Punkte", „ergänze ein Kriterium zur Textbelegtechnik"). Klausi übersetzt das in eine konkrete Änderung am Bogen und führt sie aus. Auch das bleibt ein Entwurf, solange der Bogen nicht abgeschlossen ist.
- Bemerkungen zum Klassenspiegel formulieren. Nachdem Sie die Klausuren bewertet haben, hilft Klausi beim Formulieren des zusammenfassenden Kommentars zur Klasse. Grundlage sind die von Ihnen vergebenen Punkte; der Text ist ein Formulierungsvorschlag.
Was Klausi mit KI nicht macht
- Klausi vergibt keine Punkte auf Schülerarbeiten. Es gibt in Klausi keine Funktion, die eine konkrete Schülerarbeit liest und dafür Punkte vorschlägt. Jede Punktzahl in einem Bewertungsbogen ist von Ihnen eingetragen.
- Klausi vergibt keine Noten. Die Note wird nach Ihrem Notenschlüssel aus den von Ihnen vergebenen Punkten gerechnet — mit einer festen Formel, ohne KI. Den Notenschlüssel legen Sie fest und können ihn jederzeit ändern.
- Klausi entscheidet nichts automatisch. Kein Statuswechsel, kein Abschluss einer Bewertung und keine Weitergabe eines Ergebnisses passiert ohne Ihren Klick.
- Klausi verschickt keine Noten. Klausi versendet keine Bewertungsergebnisse an Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulen oder Schulverwaltungssysteme. Was aus Klausi herausgeht, drucken oder exportieren Sie selbst.
- Bekannte Klausur-Bezeichnungen werden vor der KI-Anfrage geschützt. Die im Bogen geführten Bezeichnungen werden durch Platzhalter ersetzt („Schüler_1", „Schüler_2" …) und in der Antwort wieder zurückgesetzt. Bleibt danach eine bekannte Bezeichnung im Text stehen, wird die Anfrage abgebrochen und nichts übermittelt. Dieser harte Schutz gilt für die bekannten Bezeichnungswerte; frei eingegebene Namen werden nur teilweise erkannt, Bilder und gerasterte Scan-Seiten nicht automatisch inhaltlich geprüft oder redigiert.
Grenzen — womit Sie rechnen müssen
Ein Sprachmodell erzeugt Text, der plausibel klingt. Plausibel ist nicht dasselbe wie richtig. Konkret heißt das für Klausi:
- Fachlich falsche Kriterien. Vorgeschlagene Kriterien können am Lehrplan, am Fach oder an Ihrer Aufgabenstellung vorbeigehen — besonders bei Spezialthemen, Fremdsprachen und Fachterminologie.
- Unpassende Punkteverteilung. Die Gewichtung zwischen Aufgaben und Kriterien ist eine didaktische Entscheidung. Der Vorschlag orientiert sich am Text, nicht an Ihrer Lerngruppe, Ihrem Unterricht oder den Vorgaben Ihres Bundeslandes.
- Erfundene Inhalte. Das Modell kann Kriterien, Fachbegriffe oder Erwartungen erfinden, die in der Aufgabenstellung nicht vorkommen.
- Fehler beim Auslesen von Dateien. Aus gescannten oder handschriftlichen Vorlagen wird nicht immer korrekt gelesen. Prüfen Sie bei einem Upload, ob der Bogen zu dem passt, was tatsächlich in der Aufgabe steht.
- Keine Reproduzierbarkeit. Dieselbe Eingabe kann beim zweiten Mal einen anderen Vorschlag ergeben. Ein Vorschlag ist kein Beleg für Richtigkeit.
- Keine Rechtsprüfung. Ob ein Bewertungsraster den Vorgaben Ihres Bundeslandes, Ihrer Schulform oder Ihrer Fachkonferenz entspricht, prüft Klausi nicht.
Ihre Verantwortung als Lehrkraft
- Sie entscheiden. Punkte, Notenschlüssel und Note sind Ihre pädagogische Entscheidung. Klausi bereitet vor und rechnet, mehr nicht.
- Prüfen Sie jeden Vorschlag, bevor Sie ihn benutzen. Das gilt besonders vor der ersten Bewertung mit einem neu erzeugten Bogen — danach wirkt sich jeder Fehler im Raster auf jede einzelne Klausur aus.
- Geben Sie keine Schülerdaten in KI-Funktionen ein. Keine Namen, keine Klassenlisten, keine Angaben zu einzelnen Schülerinnen und Schülern in Aufgabentexten oder Chat-Anweisungen. Der technische Schutz greift bei den von Ihnen vergebenen Bezeichnungen; frei getippten Text kann er nicht vollständig erfassen.
- Laden Sie keine Schülerarbeiten hoch. Klausi ist auf Aufgabenstellungen und Erwartungshorizonte ausgelegt, nicht auf bearbeitete Klausuren. Bilder, Fotos und gerasterte Scan-Seiten werden nicht automatisch inhaltlich auf Namen oder Schülerarbeiten geprüft, anonymisiert oder redigiert. Prüfen Sie solche Dateien deshalb selbst vollständig, bevor Sie bestätigen und hochladen; die zusätzliche automatische Vorprüfung erfasst nur lokal auslesbaren Text.
- Bleiben Sie auskunftsfähig. Wenn Sie eine Note begründen müssen, müssen Sie das Raster begründen können — nicht Klausi. Übernehmen Sie nur, was Sie fachlich vertreten.
Wer verarbeitet was
Die KI-Verarbeitung läuft bei Scaleway SAS (Frankreich) mit dem Modell qwen3.5-397b-a17b und reasoning_effort: "none". Die Verarbeitung findet innerhalb der Europäischen Union statt; derzeit betreibt der Anbieter die genutzte Schnittstelle ausschließlich in einem Rechenzentrum in Paris. Anbieter, Modell, Reasoning-Modus und Schnittstelle sind in der Anwendung fest hinterlegt und lassen sich im laufenden Betrieb nicht umschalten. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung, Ziffer 13 „KI-gestützte Verarbeitung".